Seit 1993
Über IBF Falun
Vom Bergwerk bis zum Globen. Eine Elitesport-Organisation mit tiefen Wurzeln in Dalarna, getragen von Nachwuchsförderung und einer regionalen Wirtschaft, die hinter dem Verein steht.

Geschichte
IBF Falun wurde 1993 gegründet und hat sich in etwas mehr als drei Jahrzehnten von einem lokalen Unihockeyverein zu einem der erfolgreichsten und bekanntesten Clubs des Sports entwickelt.
Erfolge
- 7
Schwedischer Meistertitel
Schwedischer Meister, Herren
2013201420152017202020212022 - 5
Champions Cup
Europas bestes Vereinsteam
20132014201520172023 - 2
Schwedischer Pokal
Nationaler Pokalsieger
20232025
So entstand eine Großmacht
Die Erfolge stellten sich früh ein. Bereits i den ersten Jahren des Vereins etablierte sig IBF Falun bei den Damen in der schwedischen Spitze und entwickelte sich in der zweiten Hälfte der 1990er-Jahre zu einem der besten Teams des Landes. Zwischen 1995 und Anfang der 2000er-Jahre kam Falun in den SM-Play-offs regelmäßig weit, holte 1998, 1999 und 2001 SM-Silber sowie mehrere Bronzemedaillen. Auch 2009 erreichte das Team das SM-Finale. Diese frühe Erfolgsphase sicherte dem jungen Verein einen festen Platz auf der nationalen Unihockey-Landkarte und legte den Grundstein für die Elitekultur, die IBF Falun prägen sollte.
In den 2000er-Jahren reifte gleichzeitig das nächste große sportliche Projekt heran. Nach dem Aufstieg in die höchste Spielklasse im Jahr 2004 etablierte sich Falun schrittweise unter den besten Teams des Landes. 2009 wurde Rasmus Enström verpflichtet, ein Jahr später folgte sein Jugendfreund Alexander Carlström, der später den Nachnamen seiner Mutter – Galante – annahm. In den ersten Jahren der 2010er-Jahre zeigten die Ergebnisse kontinuierlich nach oben, und im Frühjahr 2013 folgte der endgültige Durchbruch.
Die Goldmedaille war der Beginn der erfolgreichsten Ära der Vereinsgeschichte und einer der dominantesten Phasen, die je eine Mannschaft im modernen Unihockey geprägt hat.
Eine Ära an der Weltspitze
Zwischen 2013 und 2022 gewann IBF Falun sieben schwedische Meisterschaften: 2013, 2014, 2015, 2017, 2020, 2021 und 2022. Im selben Zeitraum war das Team ein nahezu ständiger Anwärter im Kampf um SM-Gold und erreichte immer wieder die entscheidenden Spiele des schwedischen Unihockeys.
Die Erfolge machten nicht an den Grenzen Schwedens halt. Bereits nach dem ersten SM-Gold 2013 gewann Falun den Champions Cup und durfte sich als bestes Vereinsteam Europas bezeichnen. Der Titel wurde 2014 und 2015 erfolgreich verteidigt. Ein viertes internationales Gold folgte 2017, und 2023 sicherte sich Falun zum fünften Mal den Champions Cup.
Mit sieben SM-Titeln und fünf Champions-Cup-Siegen etablierte sich IBF Falun in dieser Periode als eines der erfolgreichsten Unihockeyteams der Welt.
Als der schwedische Pokalwettbewerb (Svenska Cupen) wieder eingeführt wurde, trug sich auch dieser Wettbewerb in die Erfolgsbilanz ein. IBF Falun gewann den Pokal 2023 und sicherte sich 2025 den zweiten Titel.
Doch die Dominanz lässt sich nicht nur an der Anzahl der Pokale ablesen. Über mehr als ein Jahrzehnt hinweg gehörte Falun Saison für Saison zur absoluten Weltspitze. Auch in Jahren ohne Titel erreichte das Team weiterhin SM-Finals, Halbfinals und internationale Entscheidungen. Noch 2025 und 2026 stand IBF Falun erneut im SM-Finale.
Diese lang anhaltende Erfolgsphase machte Falun zudem zur Heimat einiger der größten Persönlichkeiten des Unihockeys. Spieler wie Rasmus Enström, Alexander Galante Carlström, Emil Hallqvist Johansson, Jonas Adriansson und Johan Rehn waren in verschiedenen Abschnitten dieser Ära Schlüsselspieler und feierten sowohl mit IBF Falun als auch auf internationaler Ebene große Erfolge.
Gemeinsam mit vielen weiteren Spielern und Verantwortlichen prägten sie eine Kultur, deren Anspruch Jahr für Jahr derselbe geblieben ist: IBF Falun spielt um die größten Titel mit.
Rückkehr der Damen in die Elite
Gleichzeitig lebte die Ambition weiter, IBF Falun auch bei den Damen wieder in der absoluten Weltspitze zu etablieren.
Nach dem Abstieg aus der höchsten Liga im Jahr 2016 wurde einige Jahre später ein neuer Elitedurchstart initiiert. Die Vision war klar, und 2020 kehrte Falun in die SSL zurück.
In den darauffolgenden Jahren etablierte sich das Team erneut auf höchstem Niveau. Der größte sportliche Erfolg dieser neuen Phase gelang in der Saison 2022/23 mit dem Einzug ins SM-Halbfinale. Damit knüpfte dieses moderne Projekt an die lange Tradition des Damen-Elitesports im Verein an – von den SM-Finals der 1990er- und frühen 2000er-Jahre bis hin zu einer neuen Generation von Spielerinnen in der SSL.
Nach der Saison 2024/25 sah sich der Verein jedoch mit einer angespannten wirtschaftlichen Lage konfrontiert. Obwohl das Team den Klassenerhalt in der SSL gesichert hatte, wurde beschlossen, in der folgenden Saison nicht an der Liga teilzunehmen. Das Eliteprojekt wurde beendet und die Damenabteilung im Rahmen von IBF Falun Utveckling weitergeführt.
Es war eine schwere Entscheidung, die ein bedeutendes Kapitel der Vereinsgeschichte beendete. Dennoch bleiben all die Spielerinnen, Trainer und Verantwortlichen, die den Damenbereich von den frühen Erfolgsjahren bis zum späteren SSL-Projekt aufgebaut haben, ein fester Bestandteil der Identität und Geschichte von IBF Falun.
Unihockey für alle
Die Entwicklung von IBF Falun ging jedoch schon immer über die Jagd nach Medaillen und Titeln hinaus.
Im Jahr 2020 machte der Verein mit dem Einstieg in den Behindertensport (Parasport) einen wichtigen Schritt. Die Initiative ging von Elvira Lövén aus, einer damaligen Spielerin von IBF Falun, die durch ihre Arbeit im Bereich der Behindertenhilfe mit Parainnebandy in Berührung gekommen war. Nach dem Besuch eines Turniers in Lugnet entstand der Gedanke, dass IBF Falun mit seinen Strukturen und Möglichkeiten auch Menschen mit Behinderung das Unihockeyspielen ermöglichen sollte.
Der Grundgedanke war einfach: Unihockey soll für alle da sein.
Für IBF Falun ging es beim Sport schon immer um Leistung und den Willen zur Weiterentwicklung. Doch Unihockey bedeutet auch Bewegung, Freude, Gemeinschaft und das Gefühl, zu einem Team zu gehören. Das Parasport-Angebot wurde so zu einem Weg, diese Gemeinschaft noch mehr Menschen zugänglich zu machen.
Diese Arbeit fand bereits im ersten Jahr Anerkennung. Die Gemeinde Falun verlieh dem Verein 2020 ihren Barrierefreiheitspreis für das Engagement, Menschen mit Behinderung den Zugang zum Unihockey zu ermöglichen. In der Begründung hob die Gemeinde besonders hervor, dass IBF Falun trotz seines klaren Eliteprofils Verantwortung für einen inklusiveren Sport übernommen hat.
Der Parasport ist somit zu einem weiteren Kapitel der Geschichte geworden, die 1993 begann.
Eine Geschichte, die die SM-Finals der Anfangsjahre umfasst, eine historische Ära mit nationalen und internationalen Titeln, herausragenden Spielern und unvergesslichen Spielen – aber auch den Anspruch, Unihockey für etwas Höheres zu nutzen.
Auf höchstem Niveau anzutreten und gleichzeitig noch mehr Menschen die Freude und Gemeinschaft zu ermöglichen, Teil von IBF Falun zu sein.
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